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PUDER Begabter Sonderling scheitert an Kleinstadtgesellschaft. Im Keller eines Bauernhofs wird ein ungewöhnlicher Jugendlicher entdeckt. Seine übernatürlichen Fähigkeiten polarisieren die Menschen einer Kleinstadt. Letztendlich missverstanden, sucht der gequälte Außenseiter Erlösung im Jenseits. – Eine Geschichte über Macht und Unerträglichkeit des Außergewöhnlichen. Der wegen seiner schneeweißen Haut überall PUDER genannte Jugendliche verfügt über ein fotographisches Gedächtnis und einen Intelligenzquotienten jenseits des Messbaren. Während eine Psychologin und sein Physiklehrer ihm zuneigen, wächst in der restlichen Bevölkerung Misstrauen und Ablehnung gegenüber dem hellen Wunderling. Dank Puders Fähigkeit, Menschen unmittelbar erleben zu lassen, was andere empfinden, gelangt ein verbitterter Polizeibeamter endlich in (nonverbalen) Kontakt zu seiner komatösen Frau, was ihr ein friedliches Sterben ermöglicht. Vom Vater einer Mitschülerin, die seine Nähe sucht, wird Puder verjagt. Seine Mitschüler demütigen ihn; er aber rettet ihrem vom Blitz getroffenen Anführer das Leben. Dann flüchtet er zu dem Bauernhof, aus dessen Keller er anfangs geholt wurde. Seine Freunde können ihn nicht mehr zurückhalten. Als ein Gewitter sich zusammenballt, rennt er zwischen die Blitze, bis einer ihn packt und in den Himmel zieht. 2. Seite: Figuren
ab Seite 3: Ablauf Bei einem schweren Gewitter wird eine schwangere Frau ins Krankenhaus eingeliefert. Ein Arzt unterrichtet den Vater , dass sein gerade geborener Sohn anormal sei. Der Vater schaut in den Brutkasten. In seinem Gesicht zeichnen sich Entsetzen und Ekel ab. JAHRE SPÄTER Anja Precht , die Psychologin des Jugendamts, wird von Polizeiwachtmeister der Kleinstadt an einem Bauernhaus erwartet: Nach dem Tod seiner Großeltern säße ein merkwürdiger Junge dort im Keller. Anja soll ihn herausholen. Sie klettert in die Dunkelheit und entdeckt einen weisshäutigen Jugendlichen . Im Gespräch entpuppt er sich als aufgeweckt, wenn auch scheu. Es gelingt Anja, ihn zu überzeugen, mit ihr zu kommen. Dem Kollegen des Wachtmeisters ist der Albino nicht geheuer. Anja bringt ihn in einem Heim für Jugendliche unter. Die dortigen Mitbewohner machen sich über „Puder“, wie er gleich genannt wird, lustig. Im Speisesaal kommt es zur Konfrontation mit dem Anführer . Puder beeindruckt und verschreckt die anderen durch telekinetische Verbiegung von Besteckteilen. Im Wohnzimmer des Einfamilienhauses des Wachtmeisters gehen sich Vater und Sohn aus dem Weg. Im ersten Stock liegt die Frau des Wachtmeisters mit schweren Schmerzen im Bett. Puder wird amtsärztlich untersucht. Er ist kerngesund. Auf Anjas Rat besucht er das Gymnasium, erregt aber schon vor dem Schulgebäude großes Aufsehen. Im Physikunterricht lernt er Liane kennen. Als der Physiklehrer den Neuling für ein Experiment mit Spannungsschwankungen hernimmt, zeigt sich die außergewöhnliche Wirkung von Elektrizität auf Puder. Die Klasse fährt geblendet zurück, während er, von Blitzen umzuckt, zusammenbricht. Als der Physiklehrer den Jungen danach im Krankenhaus besuchen will, ist er verschwunden. Der Strom hat ihm nichts anhaben können. Puder trifft auf Liane. Eine schüchterne Beziehung bahnt sich an. Aber er will „nach Hause“. Der Wachtmeister und sein Kollege fangen ihn auf dem Weg zu seinem Bauernhofkeller ab und bringen ihn zurück ins Heim. Dort überredet ihn Anja zu einem IQ-Test. Puders Leistungen sprengen den Rahmen in einer Art, dass die Integrität eines Teils der Prüfgeräte davon gefährdet wird. Der Wachtmeister und sein Kollege haben sich des Jugendheims zu einem Waldausflug angenommen. Als der Kollege des Wachtmeisters dabei einen Hirsch anschießt, berührt Puder den Jäger, das Wild zugleich, und der Kollege des Wachtmeisters spürt die Schmerzen, die das Tier gerade empfindet, am eigenen Leib. Puder wird von Anja und dem Wachtmeister zu diesem Vorfall befragt. Offenbar ist er in der Lage, innere Zustände von Lebewesen direkt zu vermitteln. Die Frau des Wachtmeisters hat schwere Schmerzen. Der Arzt kann nicht mehr helfen. Puder wird von dem Physiklehrer, aufgesucht. Der kann - seit dem Spannungsexperiment - nicht zu seinem Alltag zurückkehren, sieht in Puder eine Art Propheten. Auch der Kollege des Wachtmeisters hat sich verändert. Er kann nicht mehr jagen, berichtet dem Wachtmeister erneut von seinem Erlebnis mit Puder. Der Wachtmeister nimmt Puder mit in seine Wohnung. Dort überträgt der Albino ihm durch Handauflegen das innere Anliegen seiner inzwischen ohnmächtigen Frau: Er soll sich mit ihrem Kind versöhnen. Der Wachtmeister schließt Frieden mit seinem Sohn. Auf dem Schützenfest treffen sich Puder und Liane. Er fühlt ihre Gedanken. Sie küssen sich. Lianes Vater geht dazwischen, übt Gewalt aus. Puder packt darauf die Koffer und verlässt das Heim. Seine Mitbewohner stellen, demütigen ihn. Puder liest das Unbewusstsein des Anführers und konfrontiert ihn mit einem unangenehme Kindheitserlebnis, das seine Aggression motiviert. Ein Gewitter bricht los. Sie zerren Puder ins Freie, entkleiden ihn. Ein Blitz trifft den Anführer. Er scheint tot. Puder holt ihn zurück ins Leben. Puder fährt per Anhalter zum Bauernhaus seiner Großeltern. Dort zieht es ihn zurück in den Keller. Aber alle seine Sachen sind fort. Kurze Zeit später trifft Anja ein. Sie hat von den Erniedrigungen gehört, nimmt Puder in die Arme. Der Physiklehrer und der Wachtmeister erscheinen. Sie wollen Puder zurückbringen. Aber der Physiklehrer und Anja sehen schließlich ein, dass es besser ist, ihn laufen zu lassen. Der Wachtmeister kann dem nicht wirklich zustimmen, gibt bloß nach. Er schickt seinen Kollegen, die Zentrale benachrichtigen. Puder rennt in ein aufkommendes Gewitter, wird vom Blitz ergriffen und in den Himmel gezogen. © Vorname/Name des Autors Strasse PLZ-Wohnort Quelle: www.drehbuchwerkstatt.de
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