Above the line costs
Kosten für die kreativ tätigen und projektbestimmenden Personen, z.B. Autoren, Regisseure, Produzenten, Hauptdarsteller, u.U. Komponisten.
Advance (Minimum Garantie)
Bei Abschluss eines Lizenzvertrages über den Erwerb von Filmrechten ist in der Regel an den Lizenzgeber eine nicht rückzahlbare Minimumgarantie zu zahlen, die mit der prozentualen Beteiligung des Lizenzgebers aus dem Erlös der Filmrechte zunächst zu verrechnen ist.
All Rights Deal
Vergabe aller an einer Filmproduktion bestehenden Rechte (Kino-,Video-,TV-Neben- und Internetrechte)
Ancillary Rights (Nebenrechte)
Die sogenannten Hauptrechte an einer Filmproduktion (Kino, Video, TV, )) werden ergänzt durch die sogenannten Nebenrechte, wie Merchandising, Musik- und Buchrechte. Hinzu kommen die durch die technische Entwicklung entstehenden neuen Rechte, wie z. B. die Internetrechte.
Associate Producer
Ein Produzent, der zur Entstehung des Films beiträgt (Drehbuch, Stars, usw.).
Auswertungsfenster
Zeitraum, in dem die Rechteauswertung für eine bestimmte Verwertungsart (z B. Pay -TV) erfolgt.
Below the line costs
Below the line costs beinhalten alle Herstellungskosten mit Ausnahme der above the line costs, die notwendig sind, um ein Programm herzustellen.
Best Case/Worst Case
Das best-mögliche bzw. schlechteste Szenario.
Blindpool
Die Projekte des Fonds stehen noch nicht fest bzw. sind noch nicht endgültig vertraglich gesichert.
Budget
Die Kalkulation der Herstellungskosten (Budget) führt im Detail die Kostenpositionen auf, die für die Herstellung eines Programms erforderlich sind. Sie umfassen alle above the line costs und alle below the line costs. mehr>>
Buy out
Erwerb sämtlicher Rechte an einer Filmproduktion für ein oder mehrere Territorien gegen einen Festbetrag eventuell zuzüglich einer Gewinnbeteiligung.
Collection Agent
Eine Gesellschaft, die als Treuhänder alle Erlöse aus der Vermarktung der Lizenz- und Nutzungsrechte eines Films vereinnahmt und entsprechend den ihr vorliegenden Verträgen an die Partner (z.B. Produzenten, Weltvertrieb) verteilt.
Completion Bond(Fertigstellungsversicherung)
Eine Versicherung, die die Fertigstellung einer Produktion garantiert. Hierfür ist die Vorlage einer gesicherten Finanzierung, einer realistischen Produktionsplanung, eines Drehplans und die Filmbesetzung mit Schauspielern notwendig. Während des Drehs ist der Bond-Geber Mittelverwendungskontrolleur des Projekts. Wird das Projekt durch den Bond gestoppt, zahlt die Versicherung alle bis dahin geflossenen Gelder an den Produzenten zurück.
Contingency
Siehe Überschreitungsreserve.
Co-Producer
Partner der Produktion, der seinen Beitrag bei der Herstellung des Projekts in Form von Dienstleistungen oder Co-Finanzierung erbringt.
Cross-Collateralisation
Die bilanzielle Querverrechnung von Einnahmen und Kosten, die zwar in unterschiedlichen Territorien und/oder bei unterschiedlichen Medien anfallen. So können Ausgaben in einem Territorium mit Einnahmen eines anderen Territoriums ausgeglichen werden.
Development
Bezeichnet die Entwicklung eines Programms von der Idee bis zum drehfertigen Drehbuch.
Distribution Fees and Costs
Siehe Verleihkosten und -gebühren.
Distribution
Vertrieb eines Programms über eine darauf spezialisierte Vertriebsgesellschaft. Ein Weltvertrieb stellt über umfassende Branchenkontakte und ein globales Netzwerk sicher, dass ein Programm in sämtliche bedeutenden
Territorien der Welt verkauft werden kann.
DVD
Die Digital Versatile Disc (digitale vielseitige Diskette) ist ein digitales, optisches Speichermedium im CD-Format zur Wiedergabe von Filmen, Musik und Daten.
Episode
Begriff für eine einzelne Folge eines seriellen Programms.
Errors and Omissions Versicherung
Diese Versicherung setzt ein, wenn Leistungsschutzrechte Dritter verletzt wurden, z.B. Urheberrechte, Verleumdung, Plagiatsvorwürfe, Persönlichkeitsrechtsverstöße, usw.
Erstlizenzzeit
Zeitraum, während dem ein Weltvertrieb oder Verleih ein Programm erstmals im Fernsehen vermarktet. Die Erstlizenzzeit beträgt in der Regel etwa 3 bis 7 Jahre beginnend nach Fertigstellung des Programms. mehr>>
Executive Producer
Der hauptverantwortlich mit der Gesamtherstellung eines Projekts beauftragte Produzent.
Filmlizenzrechte
Sammelbegriff für Kinorechte, Videogrammrechte, TV-Rechte und sonstige Rechte, die sich aus dem Erwerb einer Spielfilmlizenz ergeben.
Final Cut
Schnitt-Endfassung. Der Regisseur liefert meistens einen Director's Cut ab, der dann zum Final Cut bearbeitet wird.
Free-TV
TV-Programme, die kostenfrei zu empfangen sind. Sammelbegriff für Fernsehausstrahlungen aus dem öffentlich rechtlichen und privaten Bereich, der sich über öffentlich-rechtliche Gebühren und/oder über Werbeeinnahmen finanziert und - im Gegensatz zum Pay TV - von dem Zuschauer kein zusätzliches Entgelt für den Empfang fordert.
Genre
Meint in der Fernseh-Branche eine Programmgattung, bzw. –art, wie Western, Krimi, Drama, Zeichentrick, usw. Siehe auch Genreführer
Independents
Sammelbegriff für alle von den Major-Studios (20th Century Fox, Paramount, Universal Pictures, Buena Vista, Warner Bros. etc.) unabhängige Produktionsfirmen.
International Distributor
Ein Lizenznehmer, der die Lizenzrechte für mehrere Territorien des Weltmarktes erwirbt.
International Sales Agents
Vertriebsorganisation, die die an den Filmproduktionen bestehenden Lizenzen gegen eine Verkaufsprovision an International oder National Distributors verkauft.
Koproduktion
Unter dem Sammelbegriff der Koproduktion werden alle Arten der Mitwirkung mehrerer, auch nur minoritär oder finanziell beteiligter Personen/Firmen an der Herstellung eines Filmwerks erfasst. Dementsprechend vielgestaltig sind die Koproduktionsverträge, die zwischen inländischen Produzenten oder ausländischen Produzenten für Spielfilm-, Video- oder TV Produktionen abgeschlossen werden können. Oft trifft ein sogenannter federführender Koproduzent (executive producer) nach Maßgabe des Koproduktionsvertrages die maßgeblichen Entscheidungen.
Künstlerische Kontrolle
Bedeutet die Entscheidungsbefugnis oder Möglichkeit der wesentlichen Einflussnahme mit Blick auf z.B. Drehbuch, Drehort, Casting, Soundtrack, usw.
Laboratory Access Letter
Ziehungsgenehmigung des Kopierwerkes.
Letter of Intent
Absichtserklärung.
Library
Bibliothek von Film-, bzw. Programmrechten die eine Firma besitzt. Sie hat einen grossen Einfluss auf den realen Wert eines Medienunternehmens.
Line Producer
Der Line Producer ist verantwortlich für die Organisation und Abwicklung der Produktion vor Ort.
Lizenz
Das zeitliche, territoriale und auf eine Medium begrenzte Nutzungsrecht an einem Programm.
Major Studios oder Majors
Große Filmstudios, die neben der Herstellung von Filmen auch deren Vertrieb bzw. deren Verleih besorgen. Hierzu gehören in den USA: Columbia TriStar, Disney, Dreamworks, MGM, Paramount, Twentieth Century Fox, Universal und Warner
Merchandising
Vermarktung von Nutzungs-, bzw. Nebenrechten an einem Programm für den Verkauf von Produkten wie Bücher, Soundtracks, Spielzeug, Textilien, Spiele, usw.
Multiple Rights Deal
Rechte an mehreren Filmproduktionen werden als Paket erworben.
Negativ
Begriff für das Original-Filmmaterial.
Output-Deal
Ein Vertrag, in dem sich der Lizenznehmer verpflichtet, über einen gewissen Zeitraum sämtliche oder einen Teil der vom Lizenzgeber künftig produzierten Filme zu einem zumeist in Prozent der Herstellungskosten berechneten Preis zu übernehmen.
Packaging Fee
Gebühr eines Produzenten oder einer Agentur für das Zusammenführen verschiedener kreativer Elemente einer Produktion, wie Autor, Regisseur und Schauspieler.
Pay TV
Bezahlfernsehen. Verschlüsselter Fernsehsender, bei dem der Zuschauer eine monatliche Grundgebühr zu bezahlen hat.
Pay-per-View
Hier können einzelne Programme bzw. Filme individuell abgerufen können. Der Zuschauer zahlt dann nur pro bestelltem Programm.
Post Production
Phase zwischen Beendigung der Dreharbeiten und Auslieferung eines Films. Während der Post-Produktion wird das Film-Rohmaterial nach Anweisung des Regisseurs oder Produzenten zum Final Cut geschnitten, musikalisch untermalt und bearbeitet.
Presales
Vorverkauf, Vermarktung von Vertriebsrechten des Programms vor seiner Fertigstellung. Mittlerweile ein häufig eingesetztes Finanzierungsinstrument.
Prime Time
Meint in der Fernseh-Branche die Hauptsendezeit, i.d.R. die Zeit zwischen 20:00 und 23:00 Uhr, bzw. 19:00 – 23:00 Uhr.
Prime-Time Produktionen
Programme, die zu Zeiten mit der höchsten Zuschauerbeteiligung ausgestrahlt werden.
Principal Photography
Bezieht sich auf die geplanten Hauptdreharbeiten.
Producer
Der Produzent ist verantwortlich für die Film- Realisierung (echte Auftragsproduktion). Bei einer unechten Auftragsproduktion ist der Produzent nur Dienstleister. mehr>>
Re-Investition
Erlöse aus der Filmverwertung werden nicht ausgeschüttet, sondern in weitere Projekte wieder investiert.
Sales Estimates
Verkaufsschätzung über die Erlöserwartung eines Programms durch ein anerkanntes Vertriebsunternehmen. Diese Schätzung ist die Grundlage der Finanzierungsplanung.
Sehdauer
Durchschnittliche Nutzungsdauer aller Personen eines Programms.
Soundtrack
Filmmusik, die auch zum Chart-Hit werden kann.
Split Right Deal
An Filmproduktionen bestehende Rechte (Fernseh-, Kino-, Videorechte) werden an verschiedene Verwerter vergeben.
Streaming Technologie
Die Bewegung von digitalen Datenströmen für Bewegt-Bilder über elektronische Vertriebswege (Kabel, Funk, usw.) die es erlaubt Filme, Videos, usw. möglichst gleichmäßig in „Echt-Zeit“ aus dem Internet anzusehen.
Stripping
Begriff in der Fernseh-Branche für die Ausstrahlung eines Programms an hintereinander folgenden Tagen zur selben Tageszeit.
Sublizenzierung
Vertragliche Weitergabe von Auswertungsrechten oder Teilen davon durch den Lizenznehmer an Dritte.
Timeslot
Sendezeit, in der ein bestimmtes Programm gesendet wird.
Überschreitungsreserve
Ein Betrag in Höhe von ca. 10 % des Budgets, um mögliche Überschreitungen auszugleichen (Contingency).
Urheberrechtsvergütung
Ansprüche der Filmproduzenten aufgrund der §§ 27, 54 UrhG für die Bundesrepublik Deutschland. Vergleichbare Regelungen bestehen in den meisten europäischen Ländern.
Verleihkosten und -gebühren
Gebühren und Kosten, die das Vertriebsunternehmen von den Erlösen erhält. Die vertriebsgebühren sind ein prozentualer Anteil der Erlöse. Zu den Kosten zählen u.a.: Herstellungskosten der Programmbänder, Versicherungen, Transport- und Werbungskosten, usw.
Video on Demand
Bestellung einer beliebigen Sendung zu einem beliebigen Zeitpunkt gegen Gebühr.
Web-TV
Fernsehangebot, das weltweit über das Internet vertrieben wird.
Quelle: apollomedia.de
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