vertrag über fernsehrechte

 

 

Film kostet Geld, ein altbekanntes Gesetz.

Nach einer realistischen Kalkulation war mit Produktionskosten von etwa einer viertel Million Mark zu rechnen.
Wie finanziert man so eine hohe Summe? Da von stattlicher Seite leider keine Unterstützung kam, mußten wir nach Sponsoren suchen. Und hier begegneten wir dem Teulfeskreis: Um einen Sponsor für den Dreh des Film zu gewinnen, muss man die Sicherheit bieten können, dass der Film auch in die Kinos kommt. Um aber ein Kino für eine Vorführung zu gewinnen, muss man verständlicherweise den (fertigen) Film vorlegen.

Oder man bezahlt für eine Schaltung als Werbespot, was eine Öffentlichkeit garantiert, aber die obige Summe mindestens verdoppeln würde - völlig utopisch für ein Produktionsteam, bestehend aus einem jungdynamischen Produzenten, einer Handvoll engagierter Freunde und einigen guten Kontakten zur Bavaria Film und anderen Unternehmen im Bereich der Filmherstellung.

Also lautete die Frage, wer könnte wo einen unentgeltlichen Beitrag liefern und damit die Kosten reduzieren?
Die Resonanz war großartig, das Konzept der Kampagne und die Idee des Film konnte fast alle Angesprochenen überzeugen. Das Ergbnis war: Keine Schauspieler- und Teamgagen, keine Miete für die Sets, großartiges Organisationstalent bei allen Abteilungen, mit geringsten Mittel zu arbeiten, daneben ein begeistertes Team von Regie bis Catering: die Viertelmillion Produktionskosten ließ erheblich minimieren. So konnte der Produzent das Risiko eingehen, mit dem dr Teufelskreis zu durchbrechen war: nämlich die Produktion vorzufinazieren, den fertigen Spot den Kinos zu präsentieren und nach der Abnahme auf Sponsorensuche zu gehen.

Also hieß die nächste Aufgabe: Kinos “aufreissen”, die sich bereit erklären würden, den Spot zu spielen. Auch hier waren dank der Aktualität des Themas und der Offenheit der Kinobesitzer für die Sache schnell einige Kontakte geknüpft. Vor allem Steffen Kuchenreuther und seine Münchner Kinokette machten Mut.

Das Glück war nun also auf unserer Seite, und schließlich entschloss sich sogar Buena Vista International, das Projekt zu fördern und gab die Zusage, 400 Kopien des Spots deutschlandweit an ausgewählte Kinos zu verleihen.

Doch es gab immer noch eine 5stellige Summe, die zu finazieren war. Zunächst angedachte politische Unterstützung dafür fiel trotz allerorts und überparteilich geäußerter Bekenntnisse (siehe Stichwort Politik) aus.

Die Wirtschaft zeigte hier einmal mehr, dass sie näher an Lebensrealitäten ist als der Staat. Nicht “Reden”, sondern “Tun” ist sowohl in der Wirtschaft, als auch für so ein Engagement eine notwendige Tugend, um etwas zu bewirken und zu verändern.

Die Unterstützung durch SAT.1 begreift das Produktionsteam auch als Bestätigung für junge Macher, für aktive Vergabe von Chancen für Nachwuchsfilmer und als Lob einer guten Idee zugleich.

Und schließlich hat sich auch die Volkswagen AG angeboten, die Kosten des Projekts mitzutragen und präsentiert sich damit auch als liberales, weltoffenes Unternehmen. Denn wer global denkt, produziert und verkauft, der hat auch ein Interesse an einer friedlichen Gesellschaft ohne Fremdenhass und Gewalt. Schön, wenn man sie auch öffentlich bekundet, im Engagement für eine gute Sache.

Ein herzliches Dankeschön allen Beteiligten!

Kommentar: Die Kino- und TV-Kampagne “Gewalt tötet immer auch dich” ist eine private Initiative der rolmade artimedia Filmproduktion München mit Unterstützung engagierter Sponsoren .Zusammen produzierte man “Rausch”, einen Kinokurzfilm gegen Gewalt, der am 28. Dezember 2000 deutschlandweit in 400 Kinos startete, als Vorfilm von “ Unbreakable ” (Bruce Willis). Ab dem gleichen Zeitpunkt strahlte RTL eine 30-Sekunden-Version aus,
die insgesamt 10 mal im Programm war. Obwohl “Unbreakable” inzwischen abgelaufen ist, spielen noch viele Kinos den Film. Fragen Sie an der Kasse nach, ob “Rausch - ein Spot gegen Gewalt” in Ihrem Kino läuft.

Quelle: Rolmade

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