Erfolgreiche Sondervermarktungen durch DVD-Special Editions und DVD-Boxsets
Das Geschäft mit so genannten Special Editions und Boxsets ist erst durch das digitale Speichermedium richtig interessant geworden. Bei Special Editions handelt es sich um spezielle Filmeditionen, die entweder nur aus einer oder (meist) aus mehreren Discs bestehen und den Filmfreunden eine überdurchschnittliche Menge an zusätzlichen Inhalten zum Kinofilm bieten. Als Boxsets werden Zusammenstellungen verschiedener Filme einer Thematik wie z.B. einer Serie, eines Schauspielers oder eines Regisseurs bezeichnet.
Umsatzsteigerungen bei Special Editions von +57,4%
Der Umsatz mit Special Editions ist im vergangenen Jahr von 61,8 Mio € in 2002 um +57,4% auf 97,3 € in 2003 angewachsen. Im gesamten DVD-Kaufmarkt wurde somit etwas mehr als jeder zehnte EURO durch den Verkauf einer Special Edition erwirtschaftet (10,6%). Bei einem durchschnittlichen Stückpreis von 19,05 € konnten in 2003 insgesamt 5,11 Mio. Special Editions abgesetzt werden. Im Vergleich zu 2,69 Mio. in 2002 entspricht das einem men-genmäßigen Anstieg von +90%.
Umsatzzuwachs bei DVD-Boxsets von +87,6%
Wie interessant die Vermarktung sogenannter Boxsets mit meist bereits einzeln veröffent-lichten Titeln ist, wird dadurch deutlich, dass in 2003 bereits 4,38 Mio. dieser Filmzusam-menstellungen verkauft wurden. Nach 1,86 Mio. verkauften Boxen in 2002 ist dieses Markt-segment somit um weitere +135,5% angewachsen. Diese mehrere Filme umfassenden Ver-öffentlichungen kosteten in 2003 durchschnittlich 37,36 € und erwirtschafteten nach 13,5% in 2002 bereits 17,8% oder in absoluten Zahlen ausgedrückt 163,6 Mio. € des gesamten DVD-Verkaufumsatzes von 1.053 Mio. €.
TV-Produkte als erfolgreiche DVD-Sondervermarktung
Die hohe Speicherkapazität der DVDs verbunden mit der Möglichkeit, eine Vielzahl von Epi-soden auf mehreren DVDs unterzubringen sowie die zusätzliche Ausstattung der TV-Serien mit Originalfassung u.ä. und insbesondere die „Werbefreiheit“ sind dafür ausschlaggebend, dass die DVD-Veröffentlichungen vieler TV-Serien zu einem Riesengeschäft geworden sind.
Der zunehmende Erfolg der DVD-Veröffentlichungen von TV-Serien wie z.B. „Star Trek“, „Akte X“ oder „Sex and the City“ führen nach 1 Mio. verkauften TV-Boxen in 2002 zu einer Verdoppelung dieser Menge auf 2 Mio. Stück in 2003. Bei einem durchschnittlichen Preis von 40,42 € hat sich der Umsatz mit derartigen TV-Produkten im vergangenen Jahr auf 80,8 Mio. € verdoppelt und damit zu 7,7% des gesamten DVD-Verkaufsumsatzes beigetragen.
Gekauft werden diese Fernsehstoffe in erster Linie von Männern (72%), doch der Frauen-anteil ist in den letzten beiden Jahren vergleichsweise stark gestiegen (von 15,8% in 2001 auf 28% in 2003), was damit zusammenhängen kann, dass mittlerweile auch immer mehr Frauenaffine Kultserien aufgelegt werden (z.B. „Ally McBeal“ oder „Friends“). Am häufigsten wurden jedoch „SciFi/Fantasy“ (32,0%) und „Horror“-Serien (19,9%) nachgefragt, die zumeist angeschafft wurden, weil der Käufer „die Serie sammelt und/oder Fan der Serie ist“ (42%). Die Anhänger dieser Serieneditionen sind mit einem Durchschnittsalter von 33,2 Jahren signifikant jünger als der durchschnittliche DVD-Käufer (35,1 Jahre).
quelle: Bundesverband audiovisuelle Medien
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