Gesamtmarkt verzeichnet 700.000 zusätzliche Käufer
Eine Analyse des Home Entertainment Marktes ergibt nach 19,8 Mio. DVD- und Videokas-settenkäufern in 2002 eine Zunahme der kaufaktiven Konsumenten im vergangenen Jahr um insgesamt 700.000 Endverbraucher auf nunmehr 20,5 Mio. Personen, die mindestens einen Bildtonträger erworben haben. Dieser Käuferzuwachs ist einzig auf den weiterhin rasanten Anstieg der DVD-Käuferschicht (von 8,7. Mio. in 2002 auf 12,7 Mio. in 2003) zurückzuführen, der die abnehmenden VHS-Käuferzahlen (von 13,1 Mio. in 2002 auf 8,9 Mio. in 2003) mehr als ausgleicht. Die durchschnittliche Anzahl erworbener Filme pro Käufer ist im Vergleich zu 2002 (4,1) bei Anhängern digitaler Filmspeicher auf 5 Stück gestiegen. Die Kaufintensität von Videokassettenkäufern hat von 2,2 Stück in 2002 leicht auf 2,3 Stück in 2003 zugelegt. |
Kaufanlaß und Preisgruppen der VHS- und DVD-Käufer im Vergleich Basis: Menge in % für 2003 |

Quelle: GfK Panel Services Consumer Research GmbH im Auftrag des BVV
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Stark gesunkene Durchschnittspreise der DVD
Durch den stark gesunkenen Durchschnittspreis der DVDs von 20,08 € in 2002 auf 16,43 € in 2003 haben die DVD-Anhänger trotz gestiegener Kaufintensität im vergangenen Jahr mit durchschnittlichen 83,-- € nur 1,-- € mehr als im Jahr zuvor für ihre DVD-Sammlung ausgegeben. Etwa drei von fünf verkauften DVDs (58,7%) haben dabei weniger als 15,-- € gekostet. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich insbesondere die Preisschiene 5,-- bis 9,99 € von 10,4% in 2002 auf 34,4% mehr als verdreifacht. Die Videokassettenkäufer haben im Schnitt mit 22,-- € und einem durchschnittlichen Preis von 9,61 € ungefähr 3,-- € weniger als im Vorjahr in ihre analogen Filmspeicher investiert. Zwei Drittel der Videokassetten (65,9%) wurden zu Preisen bis 9,99,-- € angeboten. Wie obige Grafik verdeutlicht, wurde fast ein Viertel der verkauften DVDs (23%) oder 14,5 Mio. Stück als Geschenk erworben, was die weiter ansteigende Verbreitung der DVD belegt.
Stark ansteigender Frauenanteil unter den DVD-Käufern
Im Vergleich zu herkömmlichen Videokassetten, die zumeist von Frauen erworben werden (52%), ist die DVD-Käuferschicht weiterhin überwiegend männlich geprägt, denn sieben von zehn Kaufentscheidungen (69%) wurden in 2003 von Männern getroffen. Die Kaufintensität der Männer (6,1 Stück) ist auch deutlich ausgeprägter als die der Frauen (3,6 Stück). Analysiert man jedoch die Einkäufe der 30,7 Mio. Bildtonträger, die im vergangenen Jahr von Frauen gekauft wurden, stellt man fest, dass diese bereits zu zwei Dritteln (64,9%) aus DVDs bestanden. Demgegenüber sind die 54,2 Mio. Filme, die die Männer erworben haben, zu 81,6% Silberscheiben. Die Gesamtzunahme der DVD-Käufe von 81% auf 64,1 Mio. Einheiten ist aber auch Resultat einer stärkeren Zunahme weiblicher (91%) gegenüber einer unterdurchschnittlichen Zunahme männlicher DVD-Käufe (76%).. |
Geschlecht und Alter der VHS- und DVD-Käufer im Vergleich Basis: Menge in % für 2003 |

Quelle: GfK Panel Services Consumer Research GmbH im Auftrag des BVV
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Durchschnittsalter der DVD-Käufer in den letzten zwei Jahren um 2 _ Jahre gestiegen
Im Vergleich zu 2001 (32,6 Jahre) ist das Durchschnittsalter der DVD-Käufer mittlerweile um 2 Jahre auf nunmehr 35,1 Jahre gestiegen, liegt damit aber immer noch weit unter dem Durchschnittsalter der Videokassettenkäufer mit 40,4 Jahren in 2003. Dass das Durch-schnittsalter der DVD-Käufer signifikant angestiegen ist, spricht für eine zunehmende Diver-sifizierung der DVD-Käufersegmente. Gegenüber der allgemeinen Zunahme der DVD-Käufe von +81% sind insbesondere die Käufe der „40 - 49-jährigen“ um +117% und die „der älter als 49-jährigen“ sogar um +130% überdurchschnittlich stark angestiegen. Nach 24,3% in 2001 wird mittlerweile fast jede dritte DVD (32,1%) von einem älter als 39-jährigem DVD-Anhänger erworben. Die größte Kauflust ist mit einer durchschnittlichen Kaufintensität von 6,2 DVD-Käufen pro Jahr unter den 20 bis 29-jährigen ausgeprägt.
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Bedeutung der Elektrofachmärkte als führender Absatzkanal verringert sich
Im Vergleich zu 2002 hat sich die Bedeutung der unterschiedlichen VHS- und DVD-Vertriebsschienen nur geringfügig verändert. Während die Elektrofachmärkte (wie Media-Markt, Saturn etc.) für den Absatz von digitalen Bildtonträgern weiterhin den bedeutendsten Absatzkanal darstellen (44%), werden Videokassetten am häufigsten über die großen Verkaufsoutlets wie Verbraucher- und Supermärkte bzw. Discounter vertrieben (25%). In einer längerfristigen Analyse stellt man jedoch fest, dass der DVD-Absatz innerhalb der letzten vier Jahre sehr viel diversifizierter ausfällt und die Bedeutung der Elektrofachmärkte mit 54% in 2000 bis 2003 um 10 Prozentpunkte abgenommen hat. Demgegenüber haben in dieser Zeit insbesondere Kauf- und Warenhäuser (von 10% auf 14%) und Verbrauchermärkte (von 6% auf 12%) für den Vertrieb von Discs an Bedeutung gewonnen. Die Vertriebsstruktur der VHS-Kassetten ist in diesen Jahren vergleichsweise homogen geblieben. |
Einkaufstätten und Filmkategorien der VHS- und DVD-Käufer im Vergleich Basis: Menge in % für 2003 |

Quelle: GfK Panel Services Consumer Research GmbH im Auftrag des BVV
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Musik-DVDs gewinnen weiter an Bedeutung
Mit einem mittlerweile 9%-igen Anteil unter allen verkauften Silberscheiben in 2003 und einer in absoluten Zahlen ausgedrückten Zunahme von 3 Mio. Stück auf 5,8 Mio. hat sich mit Musik-DVDs ein Erfolg versprechendes Segment gebildet, das besonders von den audiovisuellen Vorzügen der digitalen Technik profitiert. Mit vier von fünf gekauften DVDs (80%) ist der DVD-Markt aber weiterhin vor allem Spielfilm-orientiert. Das Kinderfilm-Segment ist dagegen vor allem für den Absatz der herkömmlichen Videokassetten von Bedeutung (39%).
Musikmarkt mit größten Umsatzzuwächsen
Durch die Gegenüberstellung der Anteile beider Bildträgerformate VHS und DVD in den nach Genre unterteilten Kaufmärkten veranschaulicht die nachfolgende Grafik noch einmal deutlich die wachsende Bedeutung des DVD-Musikmarktes. Insgesamt hat der Musikmarkt dementsprechend um +81% zugelegt.
Innerhalb des Musiksegments war in 2003 bereits mehr als jeder neunte verkaufte Bildtonträger eine DVD (93,1%). In dieser Kategorie haben die Silberscheiben die herkömmliche Videokassette fast vollständig abgelöst. |
DVD-/ VHS-Anteil nach Genre Videokaufmarkt Basis: Menge (%) |

Quelle: GfK Panel Services Consumer Research GmbH im Auftrag des BVV |
In 2003 gab es in jedem Genre Anteilszuwächse der DVD zu verzeichnen. Neben dem wei-terhin starken Zuwachs im Spielfilm-Segment auf insgesamt 82,5% aller verkauften Bildtonträger sollte mit einem starken DVD-Anteilszuwachs auf mittlerweile 43,3% auch im Special-Interest-Bereich langsam der Durchbruch erreicht sein.
Nur im Kindervideo-Segment verläuft die Ablösung der herkömmlichen Videokassetten ver-gleichsweise langsam. Die Anzahl der Bildträger, die mit Kindervideos bespielt sind, ist zwar insgesamt ebenfalls angestiegen (+5%), doch mit einem DVD-Anteil von 43,6% nach 32,2% in 2002 ist in diesem Segment eine vergleichsweise langsame Substitution des analogen Mediums zu beobachten. |
quelle: Bundesverband audiovisuelle Medien
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